Johann Christian MÜLLER

Johann Christian MÜLLER

Eigenschaften

Art Wert Datum Ort Quellenangaben
Name Johann Christian MÜLLER
Beruf Pfarrer an der Heilig-Geist-Kirche in Stralsund

Ereignisse

Art Datum Ort Quellenangaben
Geburt 20. Oktober 1720 Stralsund nach diesem Ort suchen
Tod 1772
Ereignis 2 1746 Wendisch Baggendorf nach diesem Ort suchen [1]

Notizen zu dieser Person

Johann Christian Müller Meines Lebens Vorfälle und Neben-Umstände, Pfarrer an der Heilig-Geist-Kirche in Stralsund


1. Teil: Kindheit und Studienjahre (1720-1746)


Kein Lexikon nennt den Namen des Stralsunder Pfarrers Johann Christian Müllers (1720 bis 1772). Dabei hinterließ er eine Autobiografie, die sich als einzigartige Quelle zur Alltags- und Kulturgeschichte des frühen 18. Jahrhunderts erweist. Im ersten Band der nun erstmals veröffentlichten Memoiren erzählt Müller von seiner Kindheit in Stralsund, vom Studium in Jena, Leipzig und Greifswaldsowie von Bildungsreisen, die ihn nach Weimar, Erfurt, Dresden, Halle, Wittenberg und Hamburg führten. Er gibt genaue Auskünfte über Hausrat und Stubeneinrichtung, über Mode, Biersorten und Butterpreise, schildert studentische Schmausereien und Duelle, berichtet vom Umgang mit leichten Mädchen und bedrohlichen Räubern. Entstanden ist eine wahre Enzyklopädie des Alltagslebens im Zeitalter der Aufklärung - authentisch wie ein Tagebuch und bunt wie ein Roman.


Herausgegeben und kommentiert von Katrin Löffler und Nadine Sobirai



416 Seiten mit 52 farbigen Abbildungen


16 x 24 cm, Festeinband,


Fadenheftung, zwei Lesebändchen



ISBN 978-3-937146-44-7



29,90 Euro (D), 30,90 Euro (A), 52,90 sFr



Johann Christian Müller Meines Lebens Vorfälle und Neben-Umstände


2. Teil: Hofmeister in Pommern (1746-1755)




Im zweiten Teil seiner Autobiografie erinnert sich Müller an die fast ein Jahrzehnt währende Zeit als Hofmeister bei verschiedenen adligen Familien in Schwedisch-Vorpommern, bei den Engelbrechtsin Wendisch Baggendorf, den Klinckowströms in Stralsund und den Lilljeströms in Eixen. Erstmals gewinnt der Leser einen authentischen Einblick in den Alltag eines Hauslehrers, in die Schwierigkeitenund Freuden im Umgang mit den Zöglingen, den anderen Bediensteten und den Herrschaften. Zugleich entwirft Müller ein faszinierendes Bild von den Zuständen im ländlichen und kleinstädtischen Leben Norddeutschlands im 18. Jahrhundert. Seine minutiösen Schilderungen sind eine einzigartige Quelle zur Bildungsgeschichte wie zur Geschichte der Religiosität und der Volksfrömmigkeit, zur Geschichte der Eß- und Trinkgewohnheiten und der Kleidung wie zur Geschichte des Reisens und zur Medizingeschichte (einschließlich der Quacksalberei), ja selbst zur Frühgeschichte des Pferderennsports, kurzum: ein farbenfrohes Kompendium des Alltagslebens im Zeitalter der Aufklärung.


Herausgegeben und kommentiert von


Katrin Löffler und Nadine Sobirai



464 Seiten mit 35 Abbildungen


16 x 24 cm, Festeinband,


Fadenheftung, zwei Lesebändchen



ISBN 978-3-942473-04-0



29,90 Euro (D), 30,90 Euro (A), 52,90 sFr



erscheint Mai 2012

Titel: Meines Lebens Umstände

Erster Teil: Kindheit und Studienjahre (1720 - 1746)


Grundlagenbuch



Schlagworte: Privatunterricht und Unterricht in Schulen,


auch das Tanzen wird gelehrt,


freches, sogar unverschämtes Verhalten einiger Schüler,


es findet sich sogar ein Advocat, der diese Schüler ins Recht setzen will,


Gefahren, im Sommer beim Baden, im Winter bei Fahrten im Schlitten,


wie aus hellen Haupthaaren dunkle werden,



viele ausführliche Reisebeschreibungen zu den einzelnen Fußwanderungen, Ritten und Kutschfahrten,


Einschreibprozesse an den verschiedenen Studienorten,


Beschreibung der einzelnen Studentenstuben, Charakterisierung der Mitbewohner und anderer Personen,


gute Ratschläge, Nutzen von Beziehungen und Aufbau von neuen Bekanntschaften,


die an verschiedenen Orten gebotenen (oft üppigen) Speisen, für arme Leute bilden oft eine Salzgurke und eine Semmel ein Mittagessen,


in vielen der unten aufgeführten Städte gehört das Abnehmen des Hutes beim Grüßen zum guten Benehmen, in einigen soll man den Hut aufbehalten,


Belustigungen und Ereignisse,


die außerordentliche Kälte im Winter 1739-1740,


Ständchen,


die eigene Gerichtsbarkeit für Studenten,


die Studenten führen Stammbücher, in die sie sich gegenseitig Verse verschiedenen Inhalts (auch Empfehlungen) eintragen,


Einladungen und Gegeneinladungen, Ausschweifungen, Besuche von Gastwirtschaften aller Art,



Fronleichnamsfest,


die Dauer des Fuchs-Standes junger Studenten,


das schwierige Leben der Altstudenten,


die Pietisten und die Herrenhuter,


weite Ausschnitte bei den Kleidern der Jenaer Frauen,


leichte Frauen, Huren, ...


Besichtigungen von Klöstern und auch katholischen Kirchen in Erfurt,


Lutheraner kontra Katholiken und umgekehrt,


Beschreibung von Leipzig und Umgebung, des Lebens daselbst, die Leipziger Messe,


Besichtigung eines Zuchthauses,


Studentenproteste in Jena,


Schlägereien,


Hochwasser in Jena,



auf der Universität in Leipzig,


besuchte Fachrichtungen und Vorlesungen,


Mittagstisch und Freunde,


Angst vor dem Straßenräuber Käsebier,


Ordnung in der Stadt und Abführung des Unrats,


Reise nach Wittenberg und ausführliche Beschreibung der dortigen Kulturstätten,


der König von Preußen in Leipzig,



eine Reise nach Dresden mit einer Beschreibung der Stadt, Gedanken über Dresden,



Besichtigungen und Erlebnisse beim Besuch des Bruders in Hamburg,



Rückankunft in der Heimatstadt Stralsund,



weiteres Studium in Greifswald,


Rückankunft in Stralsund, ...



In der Buchmitte finden wir Abbildungen zahlreicher Kupfer- und Stahlstiche der von Johann Christian Müller besuchten Städte und bekannter Personen aus der Zeit zwischen 1700 und 1800.



Im Anhang erfahren wir mehr über das Leben von Johann Christian Müller und seine Umgebung.


Katrin Löffler analysiert den Bericht von J. Chr. Müller und vergleicht die inhaltlichen Aussagen in Bezug auf die verschiedenen Gegenden und Örtlichkeiten. Wir erhalten mehr Kenntnisse zu den fachlichen Inhalten der dargebotenen Universitätslehren (z.B. der Wolffschen Pilosophie) und der Stellung verschiedener Professoren und der Kirchen dazu.


Es folgen Erläuterungen "Zu dieser Ausgabe".


Im ausführlichen Abschnitt "Anmerkungen" wird auch die Bedeutung vieler Wörter erklärt, die nicht mehr in unserer Sprache gebraucht werden, einen anderen Sinngehalt erhalten haben oder heute garnicht mehr bekannt sind.


Abschließend werden uns ein umfangreiches Personenregister und eine Inhaltsübersicht geboten.



Anm.: Das Buch ist wundervoll aufgemacht und eignet sich sicherlich besonders für die Buchliebhaber, die das Leben der Menschen in den u.a. Orten und deren Sprache im18. Jahrhundert interessiert -und auch für (angehende) Studenten als Geschenk!


Orte: Stralsund, Jena, Dornburg, Dorndorf, Weimar, Cunitz, Lobeda, Erfurt, Schöps, Leipzig, Gonvitz, Dresden, Halle, Wittenberg, Coswick, Eisleben, Lüneburg, Lauenburg, Hamburg (auch Altona und Wan(d)sbeck), Lübeck, Greifswald, ...

Namen: Eltern und Geschwister von Johann Christian Müller, der aus Stralsund stammende Mitstudent Mr. Schlichtkrul, die dem Studenten Müller gewogenen Lehrer: Doktor Hallbauer, die Professoren Reusch und Tympe und der Licentiatus Zülch,

Graf Brühl, Professor Gottsched, die Gräfin Cosel, der Professor Henrici, ...


(Weitere Namen finden sich in einem Personenregister gegen Buchende)



Ereignisse: In einer Vorerinnerung teilt der Autor Johann Christian Müller mit, worauf er sein Augenmerk in seiner Schrift widmet:


1. auf den Zeitpunkt meiner ersten Kindheit und Jugend in dem Hause meiner Ältern (Eltern) und auf Schulen:


2. auf meine Universitaets Jahre;


3. auf meine Conditions Jahre; und


4. auf meine Amts und übrige Lebens Jahre.



Johann Christian Müller wird am 20. Oktober in Stralsund, seinerzeit die Hauptstadt des Schwedischen Vorpommerns, geboren. Seine Mutter, eine geborene Breitsprechern, hat schon zwei Töchter aus erster Ehe. Der Vater Christian ist von Beruf Schmied.


Im Alter von drei Jahren überlebt Johann Christian eine schwere Krankheit.


Er beschreibt weiter detailreich seine Erziehung in diesem gottesgläubigen und liebevollen Elternhaus.


Längere Zeit, bis zum Alter von acht Jahren, schläft Johann Christian mit im Zimmer des Vaters.


Nun bekommt er ein eigenes Zimmer. Zugleich wird er für seine Wäsche derart zuständig, als er dreckige Wäsche den Mägden aushändigen und die gesäuberte wieder in Empfang nehmen und einräumen muss.


Johann Christian bekommt Taschengeld, das er entgegen vieler Gleichaltriger spart oder für Bücher ausgibt.



Johann Christian besucht nach seinem Schulabschluss ab 1739 die Universität Jena. Zu Beginn stehen die Zimmersuche und die Einschreibung.


Er unternimmt viele Ausflüge in Städte und Orte der Umgebung.



Desgleichen verhält er sich später nach seinem Übergang zur Universität Leipzig.



Auf der Heimreise nimmt Johann Christian einen Umweg über Hamburg. Hier wohnt er bei seinem Bruder und unternimmt allerlei.



In Stralsund angekommen, ist zwar der Kreis geschlossen, doch um bessere Einstellungsbedingungen in seiner Heimat zu erhalten, muss Johann Christian noch einige Zeit in Greifswald studieren. ...



Autor/en: Johann Christian Müller


Herausgegeben von Katrin Löffler und Nadine Sobirai


Jahr/Jahre: 1720 - 1746


Verlag: Lehmstedt


ISBN-13: 987 - 3 - 937146 - 44 - 7


Seitenzahl: 421


Quellenangaben

1 Kirch Baggendorf - Chronik des Kirchenspiel
Autor: Kai Steffen Völker - Pastor 2010
Kurztitel: Kirch Baggendorf

Datenbank

Titel Pagenkop
Beschreibung Erweiterter Familienstammbaum der Familie Pagenkop ab ca.1550. Basis:" Pagenkop-Stipendium" Greifswald, beschrieben bei Gesterding sowie privater Stammbaum von 1820. Erweitert um historische, adlige und akademische Persönlichkeiten aus Schwedisch-Pommern.... z.B. Lilienthal, Balthasar, Mevius, Engelbrecht, Krusenstern, Bismarck uva.
Hochgeladen 2020-05-04 18:56:24.0
Einsender user's avatar Ernst Bähr
E-Mail ernst.baehr@arcor.de
Zeige alle Personen dieser Datenbank

Herunterladen

Der Einsender hat das Herunterladen der Datei nicht gestattet.

Kommentare

Ansichten für diese Person